Hallo Ihr Lieben!
Das gefühlt erste trockene Wochenende in diesem Jahr habe ich genutzt, um mal wieder einen Ausflug an die Ostsee zu machen. Es zog mich nach Niendorf, den Ort kenne ich schon und ich hatte Lust, ein wenig zu krakseln. Dafür bietet sich die Steilküste am Brodtener Ufer super an. Hier entlang kann man bis nach Travemünde laufen – ganz so weit ging es für mich dann aber nicht.
Und so zog ich los an die Steilküste, die Kamera natürlich mit im Gepäck. Die Wochen vor meinem Ostseebesuch waren stürmisch und nass – und so bot sich an der Steilküste ein faszinierendes Bild. Zugegeben, ich hatte das gar nicht so im Kopf, dass die Steilküste Spuren der Wetterereignisse zeigen würde – aber das ist ja völlig klar, dass Sturm und Dauerregen hier nicht spurlos vorbeigehen.
Das Bild, welches sich mir dort bot, war faszinierend und ein wenig beängstigend zugleich. Viele Abbrüche, frische Abbrüche. Löcher in der Steilküste. Schlamm der sich lawinenartig über die vielen kleine Steine am Boden ergoss. Einerseits fand ich es total spannend und auf der anderen Seite fragte ich mich: wie sicher ist das Ganze hier eigentlich gerade? Ich war nicht die Einzige Wanderin an diesem Tag und so zog ich weiter. Zweimal musste ich durch einen herabgestürzten, den Weg versperrenden Baum klettern, abenteuerlich! Das Wetter hielt – es war grau aber es blieb trocken. Und so genoss ich die kleine Mini-Abenteuer-Auszeit und ließ mich von der Natur alle paar Meter neu faszinieren.

Als ich mich dann auf den Rückweg machte, sah ich ein paar Menschen gebannt auf’s Wasser schauen – dafür hatte ich kaum einen Blick, denn bei dem Matsch und den vielen Steinen auf dem Boden musste man schon gut schauen, wo man hintritt (ein hoch auf stabile Wanderschuhe).
Ich versuchte zu erkennen, was die Menschen dort anschauten, es sah aus wie ein Stein im Wasser.. aber dann erkannte ich es – es war eine Robbe! Wow, das war eine Premiere für mich! Zum ersten Mal sah ich eine Robbe in freier Wildbahn. Und dann in der Ostsee, wo sie nur sehr selten mal auftauchen. Das war ein ganz besonderer Moment für mich und so harrte ich neben wenigen anderen Menschen auch eine ganze Weile an dieser Stelle aus. Die Robbe tauchte immer mal wieder für ein paar Sekunden auf und verschwand dann wieder im Wasser. Es war toll!

Irgendwann zog ich weiter, entdeckte noch ein paar weitere Naturschauspiele wie beispielsweise eine abgestürzte Weide, die sich nicht beirren ließ und trotz Absturz voller Weidenkätzchen war. Ich liebe diese kleinen Wunder in der Natur.
Und nun zeige ich Euch ein paar Bilder aus dieser tollen kleinen Tour. :-)

Habt es gut Ihr Lieben!
Bis ganz bald,
Eure Verena :-)

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